Minimaldatensatz (DDB)
Der Minimaldatensatz in Moliri
Moliri führt den Minimaldatensatz 1.1 als Profil auf LIDO 1.1. Die Datenfelder der Empfehlung sind dort zu 22 Konzepten gebündelt, 13 davon Pflicht; Ereignis und Mediendatei sind je ein Konzept mit ihren Unterfeldern. Ein Haus bindet jedes Konzept einmal an seine eigenen Felder, der Export erzeugt daraus LIDO. Die Bilder stammen aus dem Demo-Bestand.
| Kriterium der DDB | Umsetzung |
|---|---|
| Ideelle Unterstützung | MDS 1.1 als eingebautes Profil, geprüft gegen das Profilschema von digiS |
| Alle MDS-Datenfelder | Jedes Konzept an ein vorhandenes Feld gebunden oder neu angelegt |
| FAIRe Vokabulare | Normdatenfeld mit Suche in über 20 mitgelieferten und beliebig vielen eigenen Quellen, URI wird gespeichert und exportiert |
| Kennzeichnung der MDS-Felder | Bedingung darf nicht leer sein, leere Pflichtfelder in jeder Eingabemaske markiert, Pflichtkonzepte in der MDS-Maske genannt |
| Gesonderte MDS-Eingabemaske | Aus dem Profil mit einem Klick angelegt |
| Valider LIDO-XML-Export | Profil DDB-LIDO, geprüft gegen lido-v1.1.xsd |
| Valider MDS-XML-Export | Profil MDS 1.1 mit URIs, geprüft gegen lido-v1.1-profile-minimumrecordrecommendation-v1.0.1.xsd |
Ideelle Unterstützung
Jeder Export im Profil MDS 1.1 wird gegen das Profilschema von digiS geprüft. Profile liegen als Überlagerung auf dem LIDO-Schema. Eine neue Fassung der Empfehlung kann deshalb als weiteres Profil dazukommen, und die Zuordnungen gelten weiter, weil sie am Konzept hängen und nicht am Profil.
Alle MDS-Datenfelder
Unter Datenmodell › Metadaten-Standards stehen die Konzepte nach den Gruppen der Empfehlung. Zu jedem Konzept zeigt die Liste die Stufe, das Quellfeld, einen Beispielwert aus dem Export und den Füllstand im gewählten Projekt.

Ein Konzept kann aus einem Feld kommen, aus mehreren (Titel aus Objekttitel und Alternativtitel), aus einer Formel oder aus einem Festwert wie der Kennung des Hauses. Fehlende Felder legt Moliri an, in der passenden Feldart: Normdatenfeld für Begriffe mit URI, Datumsfeld, Zahlenfeld, Textfeld. Anleitung: Eingabemaske einrichten .
FAIRe Vokabulare
Begriffe erfasst Moliri in Normdatenfeldern. Die Suche läuft gleichzeitig in der Normdaten-Bibliothek des Hauses und in den Quellen, die für das Feld ausgewählt sind. Übernommen wird der Begriff mit URI und seinen Kennungen in anderen Vokabularen.
| Quellen | Was dazugehört |
|---|---|
| Mitgeliefert | über 20 externe Vokabulare, darunter GND, Wikidata, Getty AAT, ULAN und TGN, GeoNames, Iconclass, Objektbezeichnungsdatei, Hessische Systematik und Vokabulare von museum-digital. Die Auswahl beruht auf der Publikation „FAIRe Vokabulare und Normdaten für Museen und Sammlungen“ (Version 1.0.1, 2026) |
| Hausliste | Kontrollierte Begriffe des Hauses, in Moliri gepflegt, mit eigener Kennung |
| Eigene Quellen | Beliebig viele, von der Verwaltung angelegt: hochgeladene Suchdateien sowie JSKOS-Schnittstellen (etwa DANTE), Skosmos, md:term und Reconciliation-Dienste |
Welche Quellen ein Feld anbietet, wählt die Verwaltung am Feld. Legt Moliri ein Normdatenfeld für den Minimaldatensatz an, sind die Vokabulare vorgewählt, die die Empfehlung für das Konzept nennt, beim Material also Getty AAT, GND und Wikidata.
Am Konzept stehen die Vokabulare, die die Empfehlung nennt, und das XML, das der Export erzeugt.
Für den Objekttyp ist das ein skos:Concept mit AAT-URI, GND und Wikidata als skos:exactMatch.

Vorhandene Texte, etwa aus einer älteren Datenbank, überführt Zuordnungen auflösen mit Feld auflösen in Normdaten. Je Schreibweise wird einmal entschieden, nicht je Objekt (Erfassen mit Normdaten ).
Kennzeichnung der MDS-Felder
Pflichtfelder tragen die Bedingung darf nicht leer sein. An Feldern, die Moliri für den Minimaldatensatz anlegt, ist sie gesetzt. Fehlt sie an einem vorhandenen Feld, meldet das Konzept es und führt mit Bedingung setzen zum Feld.
Ein leeres Pflichtfeld ist in jeder Eingabemaske markiert, die es enthält. Über der Maske listet eine Leiste alle offenen Bedingungen. Gespeichert wird trotzdem.

Gesonderte MDS-Eingabemaske
Layout anlegen erzeugt aus dem Profil ein Layout (Eingabemaske) mit allen zugeordneten Feldern. Jede Gruppe des Minimaldatensatzes ist eine farbige Fläche, ihre Überschrift nennt die Pflichtkonzepte der Gruppe, und deren Felder stehen vorn. Neue Projekte bekommen das Layout automatisch, in bestehenden wird es eingeschaltet. Am Objekt erscheint es als eigener Reiter.

Der Export liest die Felder, nicht die Masken. Erfasst werden kann also auch in den übrigen Masken des Hauses.
Valider Export in LIDO und MDS
Exportiert werden die Objekte des aktuellen Filters, im Profil Minimaldatensatz (MDS) 1.1 oder DDB-LIDO. Vor dem Download prüft Moliri die Datei zweimal, beide Male im Browser und ohne externen Prüfdienst:
| Prüfung | Ergebnis |
|---|---|
| Angaben | Fehlende Pflichtangaben, Daten nicht im ISO-Format (JJJJ, JJJJ-MM oder JJJJ-MM-TT), ungültige Zahlen und Sprachcodes, Begriffe ohne auflösbare URI, Platzhalter. Je Befund die betroffenen Objekte |
| Schema | MDS 1.1 gegen lido-v1.1-profile-minimumrecordrecommendation-v1.0.1.xsd (digiS), DDB-LIDO gegen lido-v1.1.xsd, mit libxml2 als WebAssembly |
Ohne Befund und mit gültigem Schema startet der Download sofort. Andernfalls erscheint der Prüfbericht.

Begriffe stehen in der Datei mit URI und Benennung, wie in den Beispielen des Minimaldatensatzes.
Kennungen von Personen, Orten und Einrichtungen sind URIs (lido:type lido00099), eine nackte ISIL
wird dafür zur URI der ZDB. Datensatzart und Ereignistyp sind zugelassene Begriffe der
LIDO-Terminologie, Maßarten Begriffe aus Getty AAT, jeweils mit deutscher und englischer Benennung.
Die Mediendatei trägt ihr Dateiformat und den DDB-Medientyp. Als Datum des Datensatzes steht der
Zeitpunkt der letzten Änderung am Objekt in der Datei (lido:type „modified“); Moliri führt ihn als
Systemfeld „Zuletzt geändert“, das auch in Tabellen und Layouts zur Verfügung steht. Daneben steht
der Zeitpunkt des Exports (lido:type „created“), den der Minimaldatensatz als Zeitstempel empfiehlt.

Beispieldatei mit fünf Objekten: im Browser ansehen · als XML herunterladen . Im Browser macht ein Stylesheet von moliri.app die Datensätze lesbar, auch wenn die Datei heruntergeladen und lokal geöffnet wird. Im Quelltext steht das XML.

Anleitungen
| Schritt | Wer | Seite |
|---|---|---|
| Konzepte zuordnen, Felder und Eingabemaske anlegen | Verwaltung | Eingabemaske einrichten |
| Mit Normdaten erfassen, Lücken finden | Registratur, Dokumentation | Erfassen mit Normdaten |
| Prüfen und die Datei an die DDB geben | Dokumentation | Prüfen und abgeben |