Hintergrund
Was Moliri ist und für wen
Moliri ist die Datenbank für Ausstellungen und Leihverkehr im Museum. Sie läuft im Browser, und jede Einrichtung hat eine eigene Instanz.
Gebaut ist sie für Registrare und alle, die eine Ausstellung organisieren. An einer Ausstellung arbeiten viele mit, und in Moliri arbeiten sie an denselben Daten:
| Wer | Was in Moliri geschieht |
|---|---|
| Registrare, Leihverkehr | Leihgeber-Listen übernehmen, Leihstatus führen, Leihverträge und Objektlisten aus Word-Vorlagen erzeugen |
| Kuratorium | Auswahl treffen, Objekte vormerken, Texte erfassen, die Auswahl als Galerie sehen |
| Restaurierung | Zustand, Maße, Bilder und Maßnahmen am selben Objekt erfassen, Bilder vergleichen und markieren |
| Ausstellungsarchitektur, Gestaltung | Wände, Grundrisse und Vitrinen im Wandplaner belegen, mit den Maßen aus der Erfassung |
| Dokumentation | Normdaten klären, an die Deutsche Digitale Bibliothek liefern |
| Technik, Transport, Versicherung | Listen und Termine aus Kalender, Kanban und Excel-Export |
Moliri kann auch einen Bestand führen, Normdaten pflegen und nach Standards exportieren. Der Einstieg ist aber die Ausstellung und der Leihverkehr. In Häusern, die bereits eine Sammlungsdatenbank haben, ersetzt Moliri diese nicht, sondern übernimmt die Arbeit rund um Ausstellungen, für die das bestehende System nicht gebaut ist.
Annahmen hinter Moliri
Ein Objekt, ein Datensatz. Ein Objekt kann gleichzeitig im Bestand, in einer Ausstellung und in einer Leihanfrage stehen und bleibt dabei ein Datensatz. Maße, Bilder und Verlauf gibt es nur einmal. Was nur für die Ausstellung gilt, etwa der Ausstellungstitel oder der Leihstatus, wird nur dort eingetragen. Siehe Objekte in mehreren Projekten .
Jedes Haus erfasst anders. Es gibt keine fest vorgegebene Feldliste. Welche Felder existieren, wie sie heißen, welche Feldart sie haben und auf welchen Layouts (Eingabemasken) sie liegen, wird je Instanz eingerichtet. Prozessvorlagen und Metadaten-Standards helfen beim Anfang, die Einrichtung muss trotzdem jemand vornehmen. Siehe Datenmodell .
Gespeichert wird immer. Das Haus legt Regeln fest, etwa Pflichtfelder oder eindeutige Inventarnummern. Verletzt ein Wert eine Regel, speichert Moliri ihn trotzdem und markiert ihn. So lässt sich auch kurz vor der Eröffnung erfassen, und die Lücken bleiben auffindbar.
Was daraus folgt
Weil das Datenmodell eingerichtet wird, haben viele Fragen in diesem Handbuch zwei Antworten: eine über das Programm und eine über die Einrichtung der eigenen Instanz. „Warum kann ich hier nichts eintragen?“ ist selten ein Programmfehler. Meist steckt ein Recht oder eine Feldkonfiguration dahinter. Siehe Wie sich Rechte zusammensetzen .
Weil alle am selben Datensatz arbeiten, sind Änderungen nachvollziehbar. Jede Änderung landet mit Person, Zeitpunkt und vorherigem Wert im Bearbeitungsverlauf . Einzelne Änderungen lassen sich zurücknehmen, auch ein ganzer Import oder eine ganze Stapelverarbeitung.
Weil Objekte in mehreren Projekten stehen, gilt Objekt löschen nur für das Projekt, in dem Sie gerade arbeiten: das Objekt kommt dort in den Papierkorb und bleibt in den anderen Projekten unverändert. Siehe Objekt löschen .
Technische Voraussetzungen
Moliri läuft in aktuellen Versionen von Edge, Chrome, Firefox und Safari, ohne Installation. Gearbeitet wird am Desktop oder auf dem iPad. Die Oberfläche gibt es in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Japanisch und Ukrainisch.
Rechenintensive Teile übernimmt der Server, etwa Vorschauen für mehrseitige TIFF, PDF, AVIF, HEIC und Kamera-Rohdaten sowie Zoomstufen für große Aufnahmen. Dadurch lassen sich Formate verwalten, die ein Browser von sich aus nicht anzeigen kann.
Grenzen, die man kennen sollte
| Grenze | Stand |
|---|---|
| Mehrere Häuser oder eine Sammlungshierarchie in einer Instanz | Nicht vorgesehen, je Einrichtung eine Instanz |
| Beziehungen zwischen Objekten (Teil von, Konvolut) | Nicht vorhanden |
| Suchoperatoren und Platzhalter in der Volltextsuche | Nicht vorhanden, gesucht wird nach einem Begriff |
| Import aus CSV | Nicht vorhanden, importiert wird aus Excel (.xls, .xlsx) |
| Normdaten | Moliri schlägt Treffer vor, ein Mensch bestätigt. Begriffe zusammenführen ist nicht möglich |
| Wandplaner | Ausgabe als maßstäbliches PDF oder als SVG, keine CAD-Ausgabe (DXF, DWG) |
| Metadaten-Standards | Am weitesten geprüft ist der Minimaldatensatz. Prozessvorlagen legen Felder an, eine Prozesslogik gibt es nicht |
| Bearbeitung auf dem Smartphone | Nur eingeschränkt |
Berichte entstehen im Browser. Sehr große zusammengeführte Word-Dokumente stoßen an dessen Speichergrenze; für viele Objekte gibt es den ZIP-Modus, siehe Word-Berichte .
Hilfe
Moliri wird laufend weiterentwickelt. Support gibt es per E-Mail an info@moliri.app , per Telefon und über den Chat, den jede Person im eigenen Benutzerprofil einschaltet. Ein erheblicher Teil dessen, was in diesem Handbuch steht, ist aus Wünschen von Anwenderinnen und Anwendern entstanden.