Hintergrund

Wo eine Einstellung lebt

„Ich habe das eingestellt und es ist wieder weg“ und „ich habe das einmal eingestellt und jetzt ist es überall so“ sind dieselbe Frage aus zwei Richtungen. Sie lautet: wo lebt diese Einstellung?

Die Antwort hängt davon ab, ob eine Einstellung Feldnamen enthält, und davon, wer sie zuletzt gesetzt hat.

Geltungsbereiche

Pro Benutzer und Projekt gilt alles, was Feldnamen enthält: welche Datei-, Text- und Kalenderfelder die Vorschauen zeigen, die Volltextsuche, die Filter, Sortierung und Gruppierung, „nur angepinnte“. Diese Einstellungen können nicht global sein, weil ein Feldname in einem anderen Projekt nichts bedeutet.

Pro Benutzer und global gilt alles, was mit Darstellung und Formatierung zu tun hat: welcher Ansichtsmodus zuletzt offen war, Kartendichte und Größen, Datums- und Zahlenformat, die Beschriftung von Ja und Nein, der Ersatztext für leere Werte.

Die Aufteilung ist keine Geschmacksfrage, sondern folgt aus dieser Eigenschaft: feldbezogen heißt pro Projekt, darstellungsbezogen heißt global. Wer sich das merkt, kann jede Einstellung selbst einordnen.

Ebenen und ihr Vorrang

Ein einzelner Wert kommt aus der eingebauten Vorgabe, der Instanz-Voreinstellung oder der eigenen Einstellung. Sie überschreiben sich in dieser Reihenfolge:

fest eingebaute Vorgabe  <  Instanz-Voreinstellung (Administrator)  <  eigene Einstellung

Die eingebaute Vorgabe greift, wenn nichts anderes vorliegt, also bei einem frischen Konto in einem frischen Projekt. Die Instanz-Voreinstellung legt ein Administrator unter Einstellungen › Ansicht fest, damit neue Benutzer nicht mit US-Zahlenformaten und leeren Vorschauen anfangen. Die eigene Einstellung überschreibt beides, sobald man selbst etwas verändert.

Wichtig ist, dass der Vorrang pro Schlüssel gilt und nicht pro Block. Wer nur das Datumsformat ändert, bekommt das Zahlenformat weiterhin von der Instanz-Voreinstellung. Eine Änderung an der Voreinstellung wirkt also weiter auf alle Schlüssel, die niemand angefasst hat.

Der Ansichtsmodus ist global, und das ist gewollt

Der zuletzt geöffnete Modus wird global gespeichert, nicht pro Projekt. Wer in der Tabelle arbeitet, will beim nächsten Projekt in der Tabelle landen und nicht erst umschalten. Wer pro Projekt eine andere Ansicht braucht, legt eine gespeicherte Ansicht an. Die kann den Modus mittragen.

Gespeicherte Ansichten sind Momentaufnahmen

Eine gespeicherte Ansicht ist ein eingefrorenes Bündel derselben Einstellungen. Beim Speichern wählt man aus, welche Teile hinein sollen.

Sie ist eine Kopie und kein Verweis. Wer die laufenden Einstellungen ändert, ändert die gespeicherte Ansicht nicht. Deshalb zeigen die Symbole beim Darüberfahren an, welche Teile mit dem aktuellen Zustand übereinstimmen.

Und sie lässt sich in jedem Projekt laden. Feldbezogene Teile werden dabei gefiltert: Feldnamen, die es im Zielprojekt nicht gibt, fallen still heraus. Eine Ansicht Nur Titel und Bild funktioniert damit überall, ohne Fehler zu erzeugen.

Warum das gelegentlich überrascht

Aus dem Modell folgen Effekte, die regelmäßig für Rückfragen sorgen.

Ein Feldwechsel ändert die Schnellsuche. Sie durchsucht nur die in den Ansichtseinstellungen gewählten Felder. Wer ein Feld aus der Vorschau nimmt, nimmt es damit auch aus der Schnellsuche. Die Volltextsuche bleibt davon unberührt, sie durchsucht alles.

Und der Kalender zeigt nur die Datumsfelder, die als Kalenderfelder gewählt sind. Ist nichts gewählt, nimmt er das erste Datumsfeld des Projekts. Hat das Projekt gar kein Datumsfeld, bleibt die Ansicht leer, obwohl kein Fehler vorliegt. Welche Kalenderfelder gelten, wird wie die übrigen Ansichtsfelder je Projekt gespeichert, auch wenn man sie direkt im Kalender umschaltet.

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