Einrichtung: Hintergrund

Wie sich Rechte zusammensetzen

Moliri hat zwei Rechtebegriffe. Fast jede Verwirrung entsteht, wenn man sie für einen hält.

Der Status hängt am Konto. Er beantwortet, was diese Person überhaupt darf. Es gibt drei Stufen: 3, 6 und 9.

Der Zugriff hängt an einer Sache: an einem Projekt, einem Layout, einem Feld, einer Ereignis-Art. Er beantwortet, wer mit dieser Sache was darf. Auch er hat drei Stufen (Kein Zugriff, Nur lesen, Bearbeiten) und lässt sich für alle, für einzelne Konten oder über Gruppen erteilen.

Die Statusstufen

StatusBedeutung
3Die gewöhnliche Stufe. Ohne Zugriffe sieht das Konto nichts, alles kommt über Rechte an den Sachen
6Uneingeschränkt. Darf alle Projekte, Layouts und Felder lesen und bearbeiten und umgeht dabei jede Rechtetabelle. Die Verwaltungsbereiche bleiben verschlossen
9Administrator. Wie 6, dazu Benutzer, Gruppen, Datenmodell, Bibliotheken und Einstellungen. Sieht außerdem gelöschte Projekte

Daraus folgt etwas, das man beim Einrichten leicht übersieht: Zugriffe unterscheiden nur bei Status 3. Wer 6 oder 9 hat, sieht alles, auch das Feld, das gerade für eine Gruppe verborgen werden sollte. Rechte lassen sich deshalb nur mit einem Konto mit Status 3 prüfen.

Erst vereinigen, dann deckeln

Zwei Regeln erklären zusammen jeden Einzelfall.

Rechte vereinigen sich, die großzügigste Stufe gewinnt. Ein Recht kann von mehreren Stellen kommen: vom Grundrecht an der Sache für alle, von einer Zuweisung an das Konto, von beliebig vielen Gruppen. Moliri nimmt davon das Höchste. Eine schwächere Stufe senkt niemals eine stärkere. Es gibt kein Verbieten, nur ein Nicht-Erlauben.

Projekt und Layout sind die Obergrenze. Nachdem das Feldrecht vereinigt ist, wird es mit dem Layout- und dem Projektrecht gedeckelt. Wer ein Projekt nur lesen darf, kann darin kein Feld bearbeiten, auch wenn das Feld für ihn auf Bearbeiten steht. An diese Regel sollte man denken, wenn ein Recht scheinbar nicht wirkt.

Warum es drei Ebenen gibt

Sie beantworten verschiedene Fragen.

Das Projektrecht entscheidet, an welchen Vorhaben eine Person arbeitet. Das ist die Grobsteuerung, und viele Häuser kommen damit fast allein aus.

Das Layoutrecht entscheidet, welche Eingabemasken sie sieht, damit die Restaurierung nicht die Leihmaske im Weg hat. Ein Layout braucht zweierlei: Es muss im Projekt eingeschaltet sein, und die Person braucht ein Recht darauf. Fehlt eines, ist die Maske weg. Das ist die häufigste Ursache für „ich sehe die Maske nicht“.

Das Feldrecht entscheidet über einzelne Angaben. Es ordnet, wer welche Felder in Layouts und Feldauswahlen zu sehen bekommt.

Ein Feld bearbeitbar zu machen, ist eine Entscheidung

Das Feldrecht wirkt in beide Richtungen als Grenze. Steht ein Feld für Alle auf Nur lesen, kann es niemand mit Status 3 bearbeiten, es sei denn, eine Gruppe erteilt Bearbeiten. Wer unterscheiden will, setzt das Feld für Alle auf Kein Zugriff und erteilt Rechte gezielt über Gruppen. Die Tabellen dazu stehen unter Rechtemodell .

Wo das Modell endet

Einzelne Objekte lassen sich nicht verbergen. Ein Objekt ist in einem Projekt für alle sichtbar, die das Projekt sehen. Wer Objekte voneinander trennen muss, trennt Projekte.

Die Bibliotheken zu verwalten verlangt Status 9. Eine Ausnahme sind die Ereignis-Arten, die eigene Rechte je Gruppe kennen.

Und Feldrechte sind kein Schutz für vertrauliche Werte. Die Volltextsuche berücksichtigt sie derzeit nicht: Sie findet Objekte auch über verborgene Felder und zeigt die Fundstelle mit Wert. Für Ankaufpreise und Versicherungswerte, die bestimmte Konten nicht sehen dürfen, ist ein verborgenes Feld deshalb keine verlässliche Lösung.

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