Bibliotheken
Literatur
Literatur liegt in Moliri in einem eigenen Projekt, dem Literaturprojekt. Jeder Titel ist dort ein Datensatz, ein Literatursatz. Die Objekte der Sammlung verweisen auf ihn, etwa „dokumentiert in“ mit Seite und Katalognummer, und Moliri gibt diese Verweise als Zitat aus.
Das Literaturprojekt
Ein Literaturprojekt entsteht, wenn die Verwaltung die Prozessvorlage Literatur installiert (unter Datenmodell › Metadaten-Standards). Sie legt das Projekt mit der Objektart Literatur an, dazu die Felder und die Verknüpfungsarten. Nur in einem Projekt dieser Objektart gibt es den Knopf Neu aus Nachweis und die Ansicht Zitierliste.
Die Felder folgen den Angaben, die ein Zitierstil braucht:
| Bereich | Felder |
|---|---|
| Nachweis | Publikationstyp, Titel, Kurztitel, Verfasserangabe, Enthalten in |
| Veröffentlichung | Reihe, Reihe Nr., Band, Heft, Auflage, Seiten, Umfang, Verlag, Verlagsort, Erscheinungsjahr |
| Kennungen | ISBN, ISSN, DOI, URL, Abrufdatum, Identität |
| Inhalt | Sprache, Abstract, Notiz |
| Archiv | Archiv, Standort im Archiv, Signatur |
Verfasser, Herausgeber, Übersetzer und Beitragende sind keine Textfelder. Sie sind Verknüpfungen auf Personen in den Normdaten , mit der Namensform wie gedruckt als Angabe an der Verknüpfung.
Literatursätze haben keine Inventarnummer. Verknüpfungen auf Literatur zeigen deshalb den Titel des Satzes, auch in der Verwendungsliste der Bibliotheken.
Neu aus Nachweis
Statt einen Titel abzutippen, sucht man ihn in einer Quelle und übernimmt den Nachweis. Der Knopf mit dem Buchsymbol, Tooltip Neu aus Nachweis, steht in der unteren Leiste des Literaturprojekts neben Neues Objekt anlegen. Er braucht dieselben Rechte wie das Anlegen eines Objekts und zusätzlich das Schreibrecht am Feld Identität. Fehlt es, sagt der Dialog Kein Schreibrecht am Identitätsfeld und legt nichts an.
| Quelle | Findet |
|---|---|
| Deutsche Nationalbibliothek | Bücher und Medien aus dem deutschsprachigen Raum, über ISBN oder Titel |
| K10plus | Bestände der Bibliotheksverbünde GBV und SWB |
| Crossref | Aufsätze und Bücher mit DOI |
| Wikidata | Werke mit einem Eintrag in Wikidata, vorgefiltert auf Literatur |
Gesucht wird mit ISBN, DOI oder Titel im selben Suchfenster wie bei den Normdaten . Links stehen die Literatursätze, die schon im Bestand sind, rechts die Treffer der Quellen. Bei einer ISBN oder DOI zeigt das Fenster nur genaue Treffer.
Nach der Wahl eines Treffers zeigt der Dialog eine Vorschau: den Nachweis, jedes Feld mit dem Wert, den es bekommen wird, und die Personen, die verknüpft werden, mit ihrer Rolle (Autor, Herausgeber, Übersetzer, Mitwirkende). Zurück kehrt zur Suche zurück, die Treffer bleiben stehen. Anlegen legt den Literatursatz an und öffnet ihn. Eine Meldung nennt, wie viele Felder geerbt und wie viele Personen verknüpft wurden.

Was der Nachweis füllt
Die Felder erben aus dem Feld Identität, dem Normdatensatz des Nachweises: Titel, Verlag, Jahr, Kennungen und so weiter. Der Dialog schreibt nur die Identität; die übrigen Felder und die Personen füllt der Server daraus. Ändert ein späterer Normdaten-Abgleich den Nachweis, ziehen die Felder nach, solange niemand sie von Hand geändert hat.
Die Verfasserangabe kommt ebenfalls aus dem Nachweis. Bei der Deutschen Nationalbibliothek und K10plus ist es die Angabe, wie sie auf dem Titelblatt steht. Bei Crossref und Wikidata setzt Moliri sie aus den Namen der Autoren zusammen, etwa LeCun, Yann; Bengio, Yoshua; Hinton, Geoffrey. Nachweise, die vor dieser Erbquelle abgerufen wurden, bekommen die Angabe beim nächsten Normdaten-Abgleich.
Verfasser über die GND
Die Personen verknüpft Moliri über die Gemeinsame Normdatei. Steht die GND-Kennung im Datensatz der Bibliothek, gilt sie. Sonst fragt Moliri die GND nach dem Namen und verknüpft nur, wenn es genau einen Treffer gibt. Ein häufiger Name bleibt deshalb unverknüpft. Das ist Absicht: ein falscher Verfasser ist schlimmer als keiner. Die Meldung nach dem Anlegen nennt solche Namen (Namen ohne GND-Treffer, nicht verknüpft), und der Name steht weiter in der Verfasserangabe.
Ist die GND nicht erreichbar, bleiben vorhandene Verknüpfungen, wie sie sind. Viele Namen auf einmal schlägt Moliri im Hintergrund nach (Namen werden im Hintergrund nachgeschlagen).
Dubletten
Hat ein Objekt des Projekts denselben Nachweis schon, zeigt der Dialog über der Vorschau einen Hinweis mit Warnzeichen: Schon im Projekt und die Zahl der Treffer. Gemeint ist derselbe Datensatz der Quelle, nicht ein gleich lautender Titel.
| Knopf | Wirkung |
|---|---|
| ⟨Inventarnummer⟩ öffnen | Hauptknopf. Schließt den Dialog und öffnet den vorhandenen Satz (den ersten Treffer) |
| Links hinter Weitere: | Öffnen die übrigen Treffer, falls es mehrere gibt |
| Trotzdem anlegen | Legt mit einem Klick einen zweiten Satz an. Moliri warnt, sperrt aber nicht |
Manche Dubletten erkennt erst der Server, etwa über einen Querverweis zwischen Wikidata und der GND. Dann wechselt der Dialog nach Anlegen in denselben Zustand, ohne schon etwas angelegt zu haben. Ohne Treffer bleibt Anlegen der Hauptknopf.
Literatur am Objekt
Ein Objekt verweist auf Literatur über eine Verknüpfung oder über ein Feld der Feldart Objekt , das auf das Literaturprojekt zeigt. Die Prozessvorlage bringt diese Verknüpfungsarten mit:
| Verknüpfungsart | Angaben an der Verknüpfung |
|---|---|
| dokumentiert in | Seite, Katalognr., Abb.-Nr. |
| abgebildet in | Seite, Abb.-Nr., farbig |
| reproduziert in | Seite, Abb.-Nr. |
| Erstbeschreibung in | Seite |
| enthalten in (Literatur in Literatur, etwa ein Aufsatz im Sammelband) | Seiten |
Die Angaben an der Verknüpfung sind die Fundstelle. Das Zitat hängt sie an, etwa S. 12 oder Kat.-Nr. 47. Sie stehen an der Verknüpfung, nicht am Literatursatz, weil derselbe Katalog jedes Objekt auf einer anderen Seite zeigt.
Ein Objektfeld findet und legt Literatur auch direkt an: Sein Auswahldialog hat dann ebenfalls Neu aus Nachweis. Siehe Objekt .
Zitate
Ein Zitat gibt es in zwei Formen:
| Form | Beispiel im Stil der Vorgabe |
|---|---|
| Kurzzitat | (Meier 2001, S. 12) |
| Vollzitat | MEIER, Anna, 2001. Die Kunst der Gotik. Berlin: Deutscher Kunstverlag. Studien zur Kunstgeschichte, 12 |
Beide Formen gibt es an diesen Stellen:
| Stelle | Wo man die Form wählt |
|---|---|
| Galerie, Tabelle, Kanban | Formatierung des Objektfeldes; bei Verknüpfungsspalten wie dokumentiert in der Modus der Spalte |
| Excel-Export | Formatierung der Spalte, siehe Excel-Export |
| Word-Bericht | Formatierung des Platzhalters in der Vorlage, siehe Word-Berichte |
| Zitierliste | Immer Vollzitat |
Als Verfasser nennt das Zitat die verknüpften Personen. Ist keine Person verknüpft, etwa weil die GND keinen eindeutigen Treffer hatte, nimmt es die Verfasserangabe.
Zitierliste
Die Ansicht Zitierliste gibt es nur im Literaturprojekt. Sie steht im Ansichtsmenü oben rechts neben Galerie und Tabelle; das Projekt merkt sich die Wahl.
Die Liste zeigt die Literatursätze, die auch Galerie und Tabelle zeigen würden: Filter, Suche und Wahl gelten. Jeder Eintrag ist ein Vollzitat und führt per Klick zum Satz. Reihenfolge und Unterscheidung gleicher Verfasser im selben Jahr (2001a, 2001b) bestimmt der Zitierstil.
| Knopf in der Leiste | Wirkung |
|---|---|
| Zitatsymbol (Zitierstil) | Stil und Sprache für diese Liste wählen |
| Neu laden | Liest die Einträge neu |
| Word-Symbol (Als Word-Literaturverzeichnis exportieren) | Lädt ⟨Projektname⟩ - Literaturverzeichnis.docx mit der Überschrift Literaturverzeichnis und hängendem Einzug |
Zitierstil
Moliri zitiert nach der Citation Style Language (CSL). Zur Wahl steht das ganze Stilverzeichnis von citationstyles.org mit über 10.000 Stilen, von APA und Chicago bis zu den Hausstilen einzelner Zeitschriften, und jede Sprache, für die es eine CSL-Sprachdatei gibt.

Die Instanz hat einen Stil, den die Verwaltung unter System › Einstellungen › Zitierstil festlegt (Status 9). Vorgabe ist ISO-690 (author-date, Deutsch) nach DIN ISO 690:2013-10, in deutscher Sprache. Die Seite zeigt Kurz- und Vollzitat eines Beispielsatzes im gewählten Stil.
Jede Ausgabe kann einen eigenen Stil wählen. Es gilt der erste, der gesetzt ist:
| Rang | Wo | Gilt für |
|---|---|---|
| 1 | Die Ausgabe selbst: Ansichtseinstellungen , Zitierliste, Excel-Export, Word-Export | Diese Ansicht, diese Liste, diesen Export |
| 2 | Das Objektfeld (Option Zitierstil, eingestellt von der Verwaltung) | Kurz- und Vollzitat dieses Feldes |
| 3 | Die Instanz | Alles, was nichts anderes wählt |
Die Zitierliste überspringt Rang 2: Sie folgt ihrer eigenen Wahl oder dem Stil der Instanz.
Die Stilauswahl ist überall dieselbe. Stil wählen öffnet die Suche (Stil suchen, z. B. APA, Chicago, ISO 690, Zeitschriftentitel …). Am gewählten Stil steht seine Art: Autor-Jahr, Nummern, Fußnote, Kürzel oder Autor. Sprache der Zitate stellt etwa „S.“ gegen „p.“ um; Wie im Stil vorgesehen nimmt die Sprache, die der Stil selbst nennt. Vorgabe verwenden löscht die eigene Wahl der Ausgabe.
Wenn der Zitierdienst nicht erreichbar ist
Die Stile rechnet ein Dienst der Instanz. Ist er nicht erreichbar, zeigen die Zitate vorerst nur den Titel mit der Fundstelle. Die Oberfläche meldet das einmal je Stil (Zitierstil „…“ lässt sich gerade nicht laden), der Excel-Export mit einem Hinweis im Dialog. Die Daten selbst sind davon nicht betroffen.
Einrichtung
Die Prozessvorlage installiert die Verwaltung unter Metadaten-Standards . Die Installation setzt an den Verknüpfungsarten, die auf Literatur zeigen, das Titelfeld Titel, aber nur dort, wo noch keines gesetzt ist; die Vorschau des Installers zeigt das als eigene Zeile. Wo Literatur schon installiert war, holt eine erneute Installation das nach.
Ein Feld, das es schon gibt, behält bei der Installation seine Konfiguration. Erbt eine vorhandene
Verfasserangabe noch nicht aus dem Nachweis, nennt die Vorschau sie unter Vorhanden, erben nicht aus der Identität. Die Erbquelle Identität~raw.statement-of-responsibility lässt sich dann in den Feldeinstellungen setzen.